Girls'Day bei Fraunhofer in Stuttgart

Zu unserem Girls' Day am 27.04.2017 haben wir bereits 90 Anmeldungen erhalten. Alle Stationen sind somit ausgebucht und weitere Anmeldungen nicht möglich.

Gerne kannst Du Dich bereits jetzt auf unserer Vormerliste für den Girls'Day 2018 registrieren.

 

Generelle Informationen

Am Girls'Day öffnen Unternehmen, Betriebe und Hochschulen in ganz Deutschland ihre Türen für Schülerinnen. Die Mädchen lernen dort Ausbildungsberufe und Studiengänge in IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik kennen, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind. Oder sie begegnen weiblichen Vorbildern in Führungspositionen aus Wirtschaft und Politik.

Der nächste Girls' Day findet am 27. April 2017 statt.

Was ist der Girls' Day?

Die junge Frauengeneration in Deutschland verfügt über eine besonders gute Schulbildung. Dennoch entscheiden sich Mädchen im Rahmen ihrer Ausbildungs- und Studienwahl noch immer überproportional häufig für "typisch weibliche" Berufsfelder oder Studienfächer. Damit schöpfen sie ihre Berufsmöglichkeiten nicht voll aus; den Betrieben aber fehlt gerade in technischen und techniknahen Bereichen zunehmend qualifizierter Nachwuchs.

Habt den Mut, Euren Horizont zu erweitern und etwas neues auszuprobieren. Was Männer können, das können Frauen auch, oder vielleicht sogar besser.

Um Euch Mädchen deutlich zu machen, was für Wahlmöglichkeiten Ihr habt, eine qualifizierte Berufsausbildung und Berufstätigkeit in einem chancenreichen Beruf zu ergreifen, beteiligen sich die Fraunhofer-Institute in Stuttgart am bundesweiten Girls' Day.

Der Girls' Day soll Euch anhand mehrerer Veranstaltungen einen Einblick in die Institute und in die Berufsfelder Ingenieurwesen, Informatik und Naturwissenschaften verschaffen. Die Fraunhofer-Institute öffnen ihre Türen zu Büros, Werkstätten, Labors und Versuchsfeldern, um Euch an praktischen Beispielen zu demonstrieren, wie interessant die Arbeit ist.

Außerdem habt Ihr die Möglichkeit, persönliche Gespräche mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu führen und nützliche Kontakte zu Praktikums- und Personalverantwortlichen zu knüpfen.

Ursprünglich stammt die Idee des Girls'Days aus den USA. In Deutschland wurde der Girls' Day im Jahr 2001 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin ins Leben gerufen. Ergreift diese Chance - es lohnt sich!

Stationen am Girls' Day 2017

Alle ausgebucht - keine Anmeldung mehr möglich

Am 27.4.2017 bieten wir nachfolgende Stationen/Workshops an.

Bitte wähle in der Anmeldemaske zwei Workshops aus, an denen Du teilnehmen möchtest. Jede Station dauert ca. 60 min, so dass du zwei besuchen kannst. 

Ausnahme: Beachte bitte, dass die Station 3 nur einmal für 120 min stattfindet. 

Station 1: Reinraum: Hygienische und reine Produktion – was steht dahinter?

Handy, Joghurt, Aspirin, jeder kennt, nutzt oder verwendet diese Produkte. Doch wie kann die zwingend notwendige Reinheit bei der Produktion gewährleistet werden?

Wir werden euch einen kleinen Einblick hinter die Kulissen geben, auf was bei der Herstellung zu achten ist und wie die Reinheit überprüft wird. Schnuppert einmal selbst die Reinraumluft, spürt Partikel auf und seht, wo diese mini-kleinen „Dreckmacher“ überall herkommen.

Station 2: Wie sehen eigentlich Roboter?

So wie der Mensch muss auch ein Roboter „sehen“ können, um sich in seiner Umgebung zurechtzufinden. In diesem Versuch seht ihr die Welt durch die Augen eines Roboters. Dabei schauen wir uns an, welche Hilfsmittel und Sensoren heutzutage in der Technik eingesetzt werden, um Maschinen das Sehen zu ermöglichen.

Doch mit bloßer Aufnahme von Sensorinformationen ist es nicht getan. Wir werfen deswegen noch einen Blick in das Hirn des Roboters. Dabei lernen wir, wie Algorithmen aus den Daten sinnvolle Informationen gewinnen, z.B. ob gerade Anne oder Stefan vor dem Roboter steht, und ob sie oder er eine Cola oder eine Packung Chips in der Hand hält.

Station 3: Lack auf dem Smartphone - wie geht das denn?

Hast du dir schon mal überlegt, warum deine Smartphone-Hülle so cool aussieht, bunt ist und glänzt? Das liegt daran, dass dein Smartphone wie viele andere Alltagsgegenstände lackiert ist.

Hier am Fraunhofer IPA in der Abteilung Beschichtungssystem- und Lackiertechnik beschäftigen wir uns mit der Herstellung von Lacken, chemischer Analyse, dem Aufbringen der Lacke auf Gegenstände und der Prüfung von beschichteten Gegenständen. Dabei wirst du feststellen, dass wie in der Liebe, die Chemie stimmen muss, damit es auch funktioniert.

In unseren Labors kannst du deinen eigenen Lack herstellen und prüfen. Dabei wirst du feststellen, dass Chemie nicht nur langweilige Formeln und nerviges Auswendiglernen ist, sondern überall drin steckt und Spaß machen kann.

Station 4: Tissue Engineering – maßgeschneiderte Gewebe aus dem Labor

ausgebucht

Menschliche Gewebe besitzen einen komplexen funktionellen Aufbau und nehmen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Krankheiten und deren medizinischer Behandlung ein. Am Fraunhofer IGB arbeiten wir verstärkt an der Entwicklung von dreidimensionalen Kultursystemen mit gewebespezifischen Eigenschaften, die aus menschlichen Zellen und geeigneten Gerüstsubstanzen, im Labor aufgebaut werden.

Mit diesen Modellen lassen sich Substanzen und Materialien aus Medizintechnik, Kosmetik, Pharma- und Chemieindustrie ohne Tierversuche testen. In Zukunft könnten solche Modelle auch zur Regeneration von Gewebedefekten im menschlichen Körper eingesetzt werden.  

In unserem Zellkulturlabor zeigen wir Ihnen, wie verschiedene Gewebemodelle aufgebaut sind. Hier erfahren Sie wie Tissue Engineering – also Gewebekultivierung im Labor – funktioniert, was möglich ist und wo die größten Herausforderungen in dem Bereich liegen.

Station 5: Plasmatechnologie – der Schlüssel zu neuartigen Oberflächen und Produkten

Ein Plasma ist ein gasartiger Zustand, bei dem viele Gasteilchen geladen bzw. ionisiert sind. Mit dem Auge ist es als ein helles Leuchten wahrnehmbar, und tatsächlich basieren viele Lichtquellen auf Plasmen. Außer, dass die Plasmen leuchten und viele Ionen enthalten, finden in ihnen auch chemische Prozesse statt. Bei Fraunhofer forschen wir anwendungsorientiert – deswegen fragen wir: Wie lassen sich Plasmen nutzen?

Das wichtigste Anwendungsgebiet ist die Oberflächenbearbeitung. Mithilfe von Plasmen können dünnste Schichten auf Oberflächen aufgetragen werden. Somit lassen sich Materialien »funktionalisieren«, also mit bestimmten gewünschten Eigenschaften ausstatten. Beispiele sind etwa Kratzschutzschichten, wasserabweisende oder Anti-Eis-Beschichtungen. Abhängig von ihren chemischen Zusammensetzungen können Plasmen aber auch genutzt werden, um Materialien hochpräzise zu ätzen. So werden Computer- und Handychips hergestellt.

Plasmen werden auch zur Reinigung und Entkeimung von Oberflächen eingesetzt oder im Bereich der Wasserreinigung. Das funktioniert vor allem über chemische Prozesse, über UV-Licht aus dem Plasma und den Beschuss der Oberfläche mit Plasmaionen. Das Fraunhofer IGB entwickelt Verfahren für all diese Anwendungsfelder.

An unserem Institut zeigen wir die vielfältigen praktischen Möglichkeiten, die Plasmen für die Industrie bieten – vom Vereisungsschutz von Flugzeugtragflächen über die Veredelung von Textilien bis hin zur Behandlung von Implantaten oder Dialysemodulen zur Blutreinigung in der Medizintechnik.

Station 6: Deine eigene Produktidee zum Anfassen

Wie kommen Erfinder von der bloßen Idee zum echten Produkt, das wir in den Geschäften anfassen und kaufen können?

Das wissen die Forscher im Digital Engineering Lab des Fraunhofer IAO. Sie zeigen dir, wie Ingenieure Produkte digital planen und über den Prototypen zum Produktentwurf kommen. Du erfährst, welche Technologie die Ingenieure einsetzen, um Produkte zu entwickeln. Dabei kannst du selbst zur Designerin und Produzentin werden: In deiner Gruppe entwerft ihr ein eigenes Produkt, mit einem Computer-Programm erstellt ihr ein Modell und druckt es zum Schluss mit dem 3D-Drucker aus.

Station 7: Bitte bedienungsfreundlicher machen

Kennst du das, wenn eine Webseite total unübersichtlich ist oder der Fahrkartenautomat wirklich unlogische Fragen stellt? Das geht doch auch anders. Besser! Im Usability-Labor am Fraunhofer IAO Labor kümmern sich Forscherinnen und Forscher genau darum: Sie überprüfen, wie gut es gelungen ist, ein Programm, eine Webseite oder ein Gerät bedienungsfreundlich zu designen.

Im Interaktions-Labor nebenan geht es darum, welche Signale ein Automat oder eine Maschine, ein PC oder eine App erkennen soll: Können wir Benutzerinnen und Benutzer statt über einen Touchscreen oder Tastatur mit Blicken oder Gesten mitteilen, was wir wollen? Ihr schaut am Girls’Day hinter die Kulissen der beiden Labors an der Schnittstelle zwischen Informatik, Psychologie und Gestaltung, und könnt das spannende Forschungsthema »Mensch-Technik-Interaktion« selbst ausprobieren.

Station 8: Tauche ein in virtuelle Welten und erlebe den Wolkenhimmel mal anders

Wie ist es, durch Welten zu wandern, die noch gar nicht existieren? Und wie kann man einen bewegten Wolkenhimmel an die Zimmerdecke bringen?

Das zeigen dir die Forscher im Immersive Engineering Lab und Lichtlabor des Fraunhofer IAO. Hier kannst du mit einer 3D-Brille und einer besonderen Fernbedienung durch Gebäude und Städte fliegen, die es vielleicht noch gar nicht gibt. Unter dem virtuellen Himmel und an einem neuen Arbeitsplatzprototyp erklären dir unsere Forscher außerdem alles rund um künstliches Licht und Displaysysteme.

Ablauf des Girls' Day

Ab 13:30 Uhr rechnen wir mit Eurem Kommen. Ihr erhaltet bei der Ankunft ein Namensschild, auf dem auch nochmals steht, für welche Stationen Ihr Euch angemeldet habt.

Der Startschuss fällt um 14:00 Uhr. Nach einer kurzen Begrüßung bitten wir Euch, Euch der Station zuzuordnen, die als erste auf Eurem Namensschild genannt ist. Die Stationen haben festgelegte Maximalgrößen, haltet deshalb bitte die dort festgelegte Reihenfolge ein.

Wenn alle Mädchen ihre Station gefunden haben, geht's los. Ihr werdet von Euren Betreuern zu den Stationen begleitet, wo Ihr zum jeweiligen Thema eine Stunde lang selbst etwas ausprobiert. Nach einer Stunde werdet Ihr zum zentralen Treffpunkt zurück gebracht.

Bis Ihr alle wieder zurück seid, gibt's eine kurze Pause. Danach sucht Ihr die Station auf, die als zweite auf Eurem Namensschild steht und es geht von vorne los. Nach einer Stunde treffen wir uns alle zum Abschluss nochmals am zentralen Treffpunkt.

Anmeldung zum Girls' Day 2017

Vielen Dank für Dein Interesse an unserem Girls` Day 2017.

Bitte beachte, dass bereits alle Workshops ausgebucht sind und keine weiteren Anmeldungen mehr aufgenommen werden können.

Ab sofort ist hier eine Vormerkung für den Girls' Day 2018 möglich!

Video zum Girls'Day 2016

Video zum Girls'Day 2014

Video zum Girls'Day 2013