Girls'Day bei Fraunhofer in Stuttgart

 

Girls'Day 2020

Zu unserem Girls' Day am 26.03.2020 bieten wir 70 Schülerinnen der Klassen 7 bis 10, die Möglichkeit, in verschiedenen Stationen naturwissenschaftliche Themen näher kennenzulernen. Ab 14:00 Uhr öffnen die Fraunhofer-Institute IAO, IBP, IGB und IPA ihre Labors und Demozentren.

 

Generelle Informationen

Am Girls'Day öffnen Unternehmen, Betriebe und Hochschulen in ganz Deutschland ihre Türen für Schülerinnen. Die Mädchen lernen dort Ausbildungsberufe und Studiengänge in IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik kennen, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind. Oder sie begegnen weiblichen Vorbildern in Führungspositionen aus Wirtschaft und Politik.

Der nächste Girls' Day findet am 26. März 2020 statt.

Was ist der Girls' Day?

Die junge Frauengeneration in Deutschland verfügt über eine besonders gute Schulbildung. Dennoch entscheiden sich Mädchen im Rahmen ihrer Ausbildungs- und Studienwahl noch immer überproportional häufig für "typisch weibliche" Berufsfelder oder Studienfächer. Damit schöpfen sie ihre Berufsmöglichkeiten nicht voll aus; den Betrieben aber fehlt gerade in technischen und techniknahen Bereichen zunehmend qualifizierter Nachwuchs.

Habt den Mut, Euren Horizont zu erweitern und etwas neues auszuprobieren. Was Männer können, das können Frauen auch, oder vielleicht sogar besser.

Um Euch Mädchen deutlich zu machen, was für Wahlmöglichkeiten Ihr habt, eine qualifizierte Berufsausbildung und Berufstätigkeit in einem chancenreichen Beruf zu ergreifen, beteiligen sich die Fraunhofer-Institute in Stuttgart am bundesweiten Girls' Day.

Der Girls' Day soll Euch anhand mehrerer Veranstaltungen einen Einblick in die Institute und in die Berufsfelder Ingenieurwesen, Informatik und Naturwissenschaften verschaffen. Die Fraunhofer-Institute öffnen ihre Türen zu Büros, Werkstätten, Labors und Versuchsfeldern, um Euch an praktischen Beispielen zu demonstrieren, wie interessant die Arbeit ist.

Außerdem habt Ihr die Möglichkeit, persönliche Gespräche mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu führen und nützliche Kontakte zu Praktikums- und Personalverantwortlichen zu knüpfen.

Ursprünglich stammt die Idee des Girls'Days aus den USA. In Deutschland wurde der Girls' Day im Jahr 2001 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin ins Leben gerufen. Ergreift diese Chance - es lohnt sich!

Stationen am Girls' Day 2020

Am 26.3.2020 bieten wir nachfolgende Stationen/Workshops an.

 

Jeder Workshop, mit Außnahme des WS 3, findet 2x für je 45 Minuten statt. 

Station 1: Immersive Partizipation – Bauwerksplanung mit Virtueller und Augmentierter Realität (VR / AR)

© Uwe Voelkner

Unsere Gesellschaft steht mit der Energiewende, neuer Mobilität oder Smarten Städten vor großen Herausforderungen die auch große bauliche Maßnahmen nach sich ziehen. Diese müssen präzise geplant und gebaut werden aber auch frühzeitig und transparent kommuniziert werden. Im mehrseitigen Stereoprojektionsraum am Fraunhofer IAO werden virtuelle Bauwerksmodelle schon in frühen Planungsphasen so erlebbar als wären sie schon gebaut, AR mit Smartphone oder Tablets stellen virtuelle Bauwerke á la Pokemon Gó auf den Tisch oder Pläne.

Station 2: Gut gemachte Interaktion zwischen Mensch und Technik

In Alltag und Beruf bedienen wir viele verschiedene Geräte und Systeme.

Wie sollte Technik gestaltet sein, haptisch, grafisch, audiovisuell, um der Zielgruppe möglichst nützlich zu sein? Wie funktionieren Wahrnehmung und Informationsverarbeitung?

Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Mensch-Technik-Interaktion und das User Experience Design, was man auf Deutsch das Entwerfen von Nutzungserlebnissen nennen könnte. Die Arbeitsmethoden dieser Gebiete lernt ihr in Interaktionslabor und UX-Labor kennen.

 

Station 3: Akustik hautnah - Wahrnehmung und Wirkung von Schall

Achtung: Dieser Workshop findet 1 x 90 Minuten statt.

Portraits Fraunhofer IBP Stuttgart Versuchsfeld

In der Abteilung „Akustik“ des Fraunhofer IBP besucht Ihr die verschiedenen Akustik-Labors der unterschiedlichen Disziplinen (bzw. schalltoter Raum, Windkanal, Regenprüfstand). Ein besonderer Fokus der Führung liegt dabei auf dem High Performance Indoor Environment – Labor, in dem die Wirkung unterschiedlicher bauphysikalischer Parameter auf den Menschen in Probandentests untersucht wird.

Station 4: Algentechnologie – Stoffproduktion mit Mikroalgen

Auf der Suche nach neuen, regenerativen Rohstoffquellen könnte man Mikroalgen leicht übersehen. Doch die wenige Mikrometer großen Wasserpflanzen haben ein enormes Potenzial als Lieferant von chemischen Grundstoffen unter anderem für Nahrungsmittel und Pharmazeutika. Dabei sind sie äußerst genügsam – mehr als Sonnenlicht, Kohlenstoffdioxid, Nitrat und Phosphat brauchen sie nicht, im Gegensatz zu „normalen“ Landpflanzen wachsen sie sehr schnell und brauchen dafür keine Ackerfläche. Aus so wenig holen sie aber ein Maximum heraus:

Je nach Art produzieren die Mikroalgen unterschiedliche Stoffe. Am Fraunhofer IGB zeigen wir, wie zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren oder Fucoxanthin, ein Lebensmittelfarbstoff mit gesundheitsfördernden Eigenschaften, aus Algenbiomasse gewonnen werden.

Auch eine energetische Nutzung ist möglich, denn weitere Algenprodukte sind Stärke und Lipide, die sich in Bioethanol umsetzen lassen bzw. als Biodiesel Verwendung finden. Da Algen in der Lage sind Kohlenstoffdioxid für ihr Wachstum zu nutzen, können sie eine CO2-neutrale Kraftstoffquelle für die Zukunft sein.

Station 5: Plasmatechnologie – der Schlüssel zu neuartigen Oberflächen und Produkten

Das wichtigste Anwendungsgebiet ist die Oberflächenbearbeitung. Mithilfe von Plasmen können dünnste Schichten auf Oberflächen aufgetragen werden. Somit lassen sich Materialien »funktionalisieren«, also mit bestimmten gewünschten Eigenschaften ausstatten. Beispiele sind etwa Kratzschutzschichten, wasserabweisende oder Anti-Eis-Beschichtungen. Abhängig von ihren chemischen Zusammensetzungen können Plasmen aber auch genutzt werden, um Materialien hochpräzise zu ätzen. So werden Computer- und Handychips hergestellt.

Plasmen werden auch zur Reinigung und Entkeimung von Oberflächen eingesetzt oder im Bereich der Wasserreinigung. An unserem Institut zeigen wir die vielfältigen praktischen Möglichkeiten, die Plasmen für die Industrie bieten – vom Vereisungsschutz von Flugzeugtragflächen über die Veredelung von Textilien bis hin zur Behandlung von Implantaten oder Dialysemodulen zur Blutreinigung in der Medizintechnik.

Station 6: Reinraum: Hygienische und reine Produktion - was steht dahinter?

Handy, Joghurt, Aspirin, jeder kennt, nutzt oder verwendet diese Produkte. Doch wie kann die zwingend notwendige Reinheit bei der Produktion gewährleistet werden?

 

Wir werden euch einen kleinen Einblick hinter die Kulissen geben, auf was bei der Herstellung zu achten ist und wie die Reinheit überprüft wird. Schnuppert einmal selbst die Reinraumluft, spürt Partikel auf und seht, wo diese mini-kleinen „Dreckmacher“ überall herkommen.

Station 7: Future Work Lab: Wie sieht die Produktion der Zukunft aus?

Im Future Work Lab wird die Industriearbeit der Zukunft erlebbar gemacht: Hier zeigen verschiedene Demonstratoren den Einfluss von technologischen Trends auf die zukünftige Produktionsarbeit. Neben der zunehmenden Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung spielt auch der Einfluss der künstlichen Intelligenz eine wesentliche Rolle.

Wir werden euch einen Einblick zu diesen Trends geben und ihr dürft gerne selbst einmal ausprobieren wie die Qualifizierung, der Arbeitsplatz, die Entwicklung, oder aber die Mensch und Roboter Kollaboration in Zukunft aussehen kann.

Station 8: Forschen & Arbeiten am Fraunhofer Institut IPA - Arbeitskolleginnen erzählen von Ihrem Alltag

Bei uns wird die berufliche Chancengleichheit großgeschrieben, denn jeder Mensch ist einzigartig und wir schätzen es, unterschiedliche Persönlichkeiten und Talente unter dem Dach von Fraunhofer zu vereinen. Daher sind wir sehr froh darüber, dass der Anteil an Frauen jährlich zunimmt – wieso das so ist, können euch sicherlich unsere Kolleginnen beantworten.

Falls Ihr wissen wollt, was den Fraunhofer-Frauen besonders gut an Ihrer Arbeit beim Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung gefällt, seid ihr beim Panel genau richtig! Ihr seid herzlich dazu eingeladen Ihre Sichtweise kennen zu lernen und Fragen zu stellen.

Ablauf des Girls' Day

Ab 13:30 Uhr rechnen wir mit Eurem Kommen. Ihr erhaltet bei der Ankunft ein Namensschild, auf dem auch nochmals steht, für welche Stationen Ihr Euch angemeldet habt.

Der Startschuss fällt um 14:00 Uhr.

Nach einer kurzen Begrüßung bitten wir Euch, Euch der Station zuzuordnen, die als erste auf Eurem Namensschild genannt ist. Die Stationen haben festgelegte Maximalgrößen, haltet deshalb bitte die dort festgelegte Reihenfolge ein. Wenn alle Mädchen ihre Station gefunden haben, geht's los. Ihr werdet von Euren Betreuern zu den Stationen begleitet, wo Ihr zum jeweiligen Thema eine Stunde lang selbst etwas ausprobiert. Nach einer Stunde werdet Ihr zum zentralen Treffpunkt zurück gebracht.

Bis Ihr alle wieder zurück seid, gibt's eine kurze Pause. Danach sucht Ihr die Station auf, die als zweite auf Eurem Namensschild steht und es geht von vorne los. Nach einer Stunde treffen wir uns alle zum Abschluss nochmals am zentralen Treffpunkt.

Anmeldung zum Girls' Day 2020

Wir freuen uns über Dein Interesse an unserem Girls'Day am 26.3.2020.

 

 

Hier geht es zur Anmeldung.

 

 

Video zum Girls'Day 2016

Video zum Girls'Day 2014

Video zum Girls'Day 2013