Veranstaltung für Studierende

Karrieretag Wissen schafft Zukunft

Lassen Sie sich während unserer Veranstaltung für unterschiedliche Forschungsfelder und Berufsmöglichkeiten bei Fraunhofer begeistern. Erleben Sie hautnah, an welchen Projekten wir aktuell forschen und blicken Sie unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Labor oder Reinraum über die Schulter. Neben spannenden Einblicken ist auch Ihre Mitwirkung gefragt: Vertiefen Sie Ihre Kenntnisse und erhalten eine wertvolle Orientierungshilfe für Ihre Karriereplanung.

Der nächste Karrieretag findet im Herbst 2018 statt.

Hier geht es zur Vormerkliste

Führung 1: Immersive Engineering Lab

Gezeigt wird das Immersive Engineering Lab, eine Arbeits- und Präsentationsumgebung, die immersive 3D-Darstellungen zur detailgenauen und anmutungstreuen Echtzeitvisualisierung in Virtual Reality (VR). Hier wird »Virtual Prototyping« auf verschiedene Branchen angewendet. Das heißt es stehen nicht nur VR-Technik und Softwareschnittstellen zur nahtlosen Datenintegration im Forschungsfokus, sondern auch die Methodik zur Gestaltung individueller »VR-Sessions« zur kollaborativen Entscheidungsfindung. Am eigenen Gebäude wird exemplarisch gezeigt wie Architekturmodelle zu maßstäblich erleb- und begehbaren virtuellen Bauwerksprotoypen werden und damit die »immersiven Baubesprechung« für effizientere Entscheidungen durchgeführt werden kann.

Führung 2: Digital Engineering Lab

Im Digital Engineering Labor werden aktuelle Trends aus Forschung und Wirtschaft für zukünftige Ingenieurinnen und Ingenieure vorgestellt und an ausgewählten Demonstratoren vorgeführt. Das Produkt und seine Produktion werden digital erlebbar gemacht, bevor sie real existieren. Schwerpunkt sind innovative Methoden und Werkzeuge, die dabei unterstützen, Produkt- und Produktionsentwicklung noch effizienter und qualitativ hochwertiger auszuführen.

Führung 3: Plasmatechnologie – der Schlüssel zu neuartigen Oberflächen und Produkten

Ein Plasma ist ein gasartiger Zustand, bei dem viele Gasteilchen geladen bzw. ionisiert sind. Mit dem Auge ist es als ein helles Leuchten wahrnehmbar, und tatsächlich basieren viele Lichtquellen auf Plasmen. Außer, dass die Plasmen leuchten und viele Ionen enthalten, finden in ihnen auch chemische Prozesse statt. Bei Fraunhofer forschen wir anwendungsorientiert – deswegen fragen wir: Wie lassen sich Plasmen nutzen?

Das wichtigste Anwendungsgebiet ist die Oberflächenbearbeitung. Mithilfe von Plasmen können dünnste Schichten auf Oberflächen aufgetragen werden. Somit lassen sich Materialien »funktionalisieren«, also mit bestimmten gewünschten Eigenschaften ausstatten. Beispiele sind etwa Kratzschutzschichten, wasserabweisende oder Anti-Eis-Beschichtungen. Abhängig von ihren chemischen Zusammensetzungen können Plasmen aber auch genutzt werden, um Materialien hochpräzise zu ätzen. So werden Computer- und Handychips hergestellt.

Plasmen werden auch zur Reinigung und Entkeimung von Oberflächen eingesetzt oder im Bereich der Wasserreinigung. Das funktioniert vor allem über chemische Prozesse, über UV-Licht aus dem Plasma und den Beschuss der Oberfläche mit Plasmaionen. Das Fraunhofer IGB entwickelt Verfahren für all diese Anwendungsfelder.

An unserem Institut zeigen wir die vielfältigen praktischen Möglichkeiten, die Plasmen für die Industrie bieten – vom Vereisungsschutz von Flugzeugtragflächen über die Veredelung von Textilien bis hin zur Behandlung von Implantaten oder Dialysemodulen zur Blutreinigung in der Medizintechnik.

Führung 4: Algentechnologie – Stoffproduktion mit Mikroalgen

Auf der Suche nach neuen, regenerativen Rohstoffquellen könnte man Mikroalgen leicht übersehen. Doch die wenige Mikrometer großen Wasserpflanzen haben ein enormes Potenzial als Lieferant von chemischen Grundstoffen unter anderem für Nahrungsmittel und Pharmazeutika. Dabei sind sie äußerst genügsam – mehr als Sonnenlicht, Kohlenstoffdioxid, Nitrat und Phosphat brauchen sie nicht, im Gegensatz zu „normalen“ Landpflanzen wachsen sie sehr schnell und brauchen dafür keine Ackerfläche. Aus so wenig holen sie aber ein Maximum heraus:

Je nach Art produzieren die Mikroalgen unterschiedliche Stoffe. Am Fraunhofer IGB zeigen wir, wie zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren oder Fucoxanthin, ein Lebensmittelfarbstoff mit gesundheitsfördernden Eigenschaften, aus Algenbiomasse gewonnen werden.

Auch eine energetische Nutzung ist möglich, denn weitere Algenprodukte sind Stärke und Lipide, die sich in Bioethanol umsetzen lassen bzw. als Biodiesel Verwendung finden. Da Algen in der Lage sind Kohlenstoffdioxid für ihr Wachstum zu nutzen, können sie eine CO2-neutrale Kraftstoffquelle für die Zukunft sein.

Führung 5: Beschichtungssystem - und Lackiertechnik

Ausgehend von der Entwicklung neuer Lacke und Lackkomponenten über die Lackapplikation bis zum Entwickeln, Modellieren und Simulieren von produktionsgerechten Prozessen, reichen die Themen und Projekte von Industriekleinaufträgen bis zu aufwändigen bilateralen oder konsortialen Forschungsprojekten. Höhere Auftragswirkungsgrade, kürzere Durchlaufzeiten, Energie- und Materialeinsparung und neue Materialien sind gesuchte Lösungen, welche nach Unterstützung bei der Umsetzung und Integration die Prozesseffizienz deutlich erhöhen. Die gesamte Prozesskette von der Lackentwicklung, Lackherstellung, Lackiertechnik bis zum beschichteten Produkt wird in der Abteilung abgebildet.

Führung 6: Autonome Produktionsoptimierung

Maschinelles Lernen kombiniert mit Produktionstechnik zur kontinuierlichen Selbstanalyse und Selbstoptimierung von Fertigungs- und Montageanlagen. Wir erforschen und entwickeln in unserem interdisziplinären Team aus Steuerungstechnikern, Big Data Architekten, Data Scientists und Produktionstechnikern Werkzeuge und Algorithmen aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz. Unser Arbeitsalltag ist dabei sehr praxisnah und bindet aktiv Maschinen- und Anlagenhersteller und –Betreiber mit ein. Dies ist nötig, um Anwendbarkeit und Robustheit unserer Systeme nachvollziehen und hierauf aufbauend unsere Innovationen ständig vorantreiben zu können.   

Führung 7: Roboter- und Assistenzsysteme

Thema: Die Abteilung »Roboter- und Assistenzsysteme« gestaltet Roboter und Automatisierungslösungen für industrielle Anwendungen und für den Dienstleistungsbereich. Schlüsseltechnologien werden entwickelt und in innovative Industrieroboter, Serviceroboter und intelligente Maschinen umgesetzt. Die Studenten erleben während der Lab Tour Highlights an vergangenen Roboterentwicklungen sowie modernste Versuchsumgebungen.

Führung 8: Softwareentwicklung im ROS-I Umfeld

Softwareentwicklung im ROS-I Umfeld, Modelgetriebene Softwareentwicklung, Funktionale Sicherheit in der Softwareentwicklung

Das Fraunhofer IPA präsentiert die ROS-I Zelle im Versuchs-Feld. Gezeigt wird der einfache Zusammenbau der Steuerungssoftware für eine Roboteraufgabe aus Softwarekomponenten.  Ergänzend erhalten die Teilnehmenden einen kurzen Vortrag von aktuellen Arbeiten der Forschungsgruppe mit der Möglichkeit Fragen zu stellen.