Talent-School

Du bist Schülerin oder Schüler, mindestens 15 Jahre alt, begeisterst dich für Technik und findest naturwissenschaftliche Fragestellungen faszinierend? Dann möchten wir dich kennen lernen. Wir, das sind die Forscherinnen und Forscher der Stuttgarter Fraunhofer-Institute und der Universität Stuttgart, die sich an der Initiative »Fraunhofer-Talent-School« beteiligen.

Unser Talent-School-Programm für Schülerinnen und Schüler der 9. bis 13. Klassen ist genau darauf ausgerichtet: Nach drei abwechslungsreichen Tagen weißt du, wie technische und naturwissenschaftliche Lösungen erforscht werden. Zudem hast du dich intensiv mit anderen Gleichgesinnten in deinem Alter ausgetauscht und einiges über dich selbst gelernt.

Entwickelt wurden die Aufgaben aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft oder Technik von unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Sie unterstützen euch während der Workshops, vermitteln die notwendigen theoretischen Grundlagen und diskutieren mit euch über eure Ergebnisse und Erfahrungen.

 

Die nächste Talent-School findet vom 16.-18. März 2018 statt.  

Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft
© Foto Fraunhofer

Die Fraunhofer-Talent-School ist ein dreitägiges Programm für technisch interessierte Jugendliche, die Freude an der Auseinandersetzung mit aktuellen wissenschaftlichen Problemstellungen haben. Bewerben können sich Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren, die in Gesprächen mit Fraunhofer-Führungskräften einen Einblick in den Alltag der Forscher sowie in den nationalen und internationalen Wissenschaftsbetrieb bekommen wollen.

Kurz gesagt: Ein Programm für Schülerinnen und Schüler wie dich!

Gemeinsam mit Gleichgesinnten in deinem Alter und erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Stuttgarter Fraunhofer-Institute und der Universität Stuttgart kannst du dich im Rahmen der Fraunhofer-Talent-School auf Entdeckungstour begeben.

Prof. Dr.-Ing. Hans-Jörg Bullinger, ehemaliger Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, hat den Auftakt zur Fraunhofer-Talent-School 2007 in München mit dem Appell an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft verknüpft, jetzt eine neue »Allianz der Besten« zu schmieden: »Mit der Fraunhofer-Talent-School investieren wir in unseren Nachwuchs, fördern und fordern ihn frühzeitig. In einem Land ohne Rohstoffe ist der Forschergeist unserer Kinder das beste Kapital!«


Die Fraunhofer-Gesellschaft, führende Organisation für angewandte Forschung in Deutschland, möchte frühzeitig mit den Forschern von morgen in Kontakt kommen. Das Programm richtet sich an talentierte und begabte Jugendliche und bietet die Möglichkeit, einen Einblick in die Forschungsarbeit bei Fraunhofer zu bekommen.

»Wir wollen unsere kreativsten Köpfe möglichst früh mit Problemlösungen in Kontakt bringen, wie wir sie in Verbindung von Grundlagenforschung und Anwendung haben. Es wäre schön, wenn sich einige der jungen Menschen später in ihrem Berufsleben entscheiden, daran mitzuwirken – bei Fraunhofer, in der Industrie oder bei anderen Forschungseinrichtungen!«, sagt Prof. Hans-Jörg Bullinger.

 

Von den Teilnehmenden wird für den Besuch der Fraunhofer Talent-School Stuttgart 2018 eine Eigenleistung von 80 Euro erwartet, die vor Workshop-Beginn zu zahlen ist. Ein Zuschuss kann bei Bedarf beantragt werden. Nähere Zahlungsmodalitäten werden im Zusageschreiben mitgeteilt. Die Gebühr beinhaltet die Kosten für zwei Übernachtungen im IB Jugendgästehaus, Vollverpflegung, das abendliche Rahmenprogramm sowie den Transfer vom Fraunhofer-Institutszentrum zur Übernachtungsstätte. Die Übernachtungen im IB Jugendgästehaus sind für alle Teilnehmenden bindend, auch wenn der Wohnort Stuttgart ist.

Die Kosten für An- und Abreise vom Wohnort zum Fraunhofer-Institutszentrum sind von den Teil­nehmenden selbst zu tragen.

Am ersten Tag eröffnen wir die Talent-School um 10:30Uhr. Anschließend geht es in die Workshops. Diese enden gegen 17:30Uhr. Danach erwartet Dich ein spannendes Abendprogramm.

Am zweiten Tag starten die Workshops bereits um 09:00Uhr, Ende ist wie auch am Vortag gegen 17:30Uhr. Auch für diesen Abend haben wir ein interessantes Rahmenprogramm vorbereitet.

Am dritten Tag führen wir die Workshops von 09:00Uhr bis 13:30Uhr zuende. Die Präsentationen der Ergebnisse sind ab 14:00Uhr geplant. Hierzu sind Deine Eltern und Geschwister herzlich eingeladen.

Wir bieten euch unterschiedliche Workshops an. Die Beschreibungen der Workshops geben euch einen Eindruck davon, welche Aufgaben zu lösen sein werden. 

Workshop 1: GESUNDE MORGENSTADT

Entwickle deine Lösung für eine gesunde Morgenstadt

© Foto Sebastian Lotz

Betreuung: Le Nguyen-Truong | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation

Wie leben Menschen zukünftig in einer gesunden Morgenstadt? Welche Lösungsansätze und Technologien werden wir in der Zukunft haben, um den Feinstaub zu reduzieren?

In diesem Workshop werden wir die Methode »Design Thinking« anwenden, um die Bedürfnisse der Bürger Deiner Morgenstadt zu verstehen. Design Thinking steht für kundenorientierte Innovation im Schnittbereich von Mensch, Technologie und Wirtschaft. Nach einer kurzen Einführung in die Theorie werden wir gemeinsam die Phasen des Design Thinking (verstehen, beobachten, Sichtweisen definieren, Ideen finden, Prototypen entwickeln und testen) durchlaufen.

Voraussetzung: Offener Umgang mit Menschen (wir werden einige Interviews mit Bürgern durchführen), Neugier für Technik (wir werden einige Prototypen mit 3D-Druck, Laser Cutter, Arduino und fischertechnik bauen).

Workshop 2: CSI Stuttgart

Vom genetischen Fingerabdruck zur Täteridentifizierung

© Foto Fraunhofer

Betreuung: Anja Grohmann | Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB

Methoden der Forensik spielen heute eine zentrale Bedeutung bei der Aufklärung von Strafdelikten. Häufig hinterlassen die Täter individuelles genetisches Material am Tatort, das zur eindeutigen Identifizierung dieser Personen führt. Mithilfe des sogenannten genetischen Fingerabdrucks lassen sich aber nicht nur Straftäter überführen, sondern auch Verwandtschaftsbeziehungen rekonstruieren oder Opfer von Naturkatastrophen identifizieren. Ziel des Workshops ist die Erstellung des genetischen Fingerabdrucks aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dazu sollen aus Speichelproben DNA isoliert und molekular charakterisiert werden. Anschließend wird durch Abgleich des individuellen Fingerabdrucks mit weiteren DNA-Profilen eine Täteridentifizierung durchgeführt.

Voraussetzung: Interesse an Molekularbiologie, Genetik und Kriminalistik.

Workshop 3: 100 000 KATZEN UND EIN COMPUTER

Ein spannender Einblick in künstliche Intelligenz und neuronale Netze

© Foto MEV-Verlag

Betreuung: Andrea Beck und Jonas Zeifang | Institut für Aerodynamik und Gasdynamik, Universität Stuttgart

Autos weichen Fußgängern selbstständig aus, Kameras erkennen ein Gesicht unter Millionen anderen, Facebook blendet immer die passende Werbung ein und Computer schlagen die Großmeister in Schach, Go und Starcraft. Wenn Du neugierig bist, was hinter all dem steckt und wie Maschinen es schaffen, solch erstaunliche Dinge zu lernen, dann bist Du bei uns richtig.

In diesem Workshop erhältst Du einen Einblick ins maschinelle Lernen, das all diese Dinge möglich macht.  Wir erarbeiten dazu die mathematischen Grundlagen von neuronalen Netzen und erfahren, wie ein Computer lernt, Bilder zu erkennen. Anschließend hast Du die Möglichkeit, dein eigenes neuronales Netzwerk zu programmieren, zu trainieren und gegen die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer antreten zu lassen – das schlauste Netz gewinnt!

Voraussetzung: Interesse an Mathematik, Informatik und künstlicher Intelligenz, Programmiergrundkenntnisse von Vorteil, aber nicht erforderlich.

Workshop 4: PROGRAMMIERPRINZIPIEN VERSTEHEN MIT ROBERTA

© Foto Fraunhofer

Erstellen einfacher Programme zum Steuern eines Roboters, um die Grundprinzipien der Programmierung zu verstehen.

Betreuung: Dennis Niemeier und Miriam Liebhart | Institut für Bauphysik IBP

Ein Leben ohne Smartphone, Laptop, moderne Haushaltsgeräte, etc. kann sich heute keiner mehr vorstellen und all diese Geräte funktionieren dank einer programmierten Software, die im Hintergrund alle Funktionen steuert. Diese Programme sind zwar hochkomplex und bestehen aus Millionen von Programmcodezeilen, doch die Prinzipien des Aufbaus sind eigentlich ganz einfach.

In diesem Workshop lernst Du diese Prinzipien mithilfe einer einfachen Programmiersprache. Das Gelernte wird dann an einem kleinen Roboter getestet, indem erste Programme erstellt und ausgeführt werden. So siehst Du direkt, ob alles wie geplant funktioniert - ein guter Einstieg in die Programmierung für alle Interessierten. Außerdem kannst Du mit genug Einfallsreichtum Deine kreativen technischen Ideen am Roboter in die Tat umsetzen.

Voraussetzung: Interesse an Informatik und Technik.

 

Die nächste Talent-School findet vom 16.-18. März 2018 statt. Das Bewerbungsverfahren ist bereits abgeschlossen.

 

Auf der Grundlage aller Bewerbungen entscheiden die Workshopleiter über die Vergabe der Workshop-Plätze.

Kriterien sind die Motivation, Workshopwünsche und Vorkenntnisse der Bewerberinnen und Bewerber.  

Ist für einzelne Workshops die Zahl der Bewerbungen höher als die Zahl der verfügbaren Plätze und lassen die erwähnten Auswahlprinzipien keine eindeutigen Entscheidungen zu, kann im Einzelfall auch das Los entscheiden.

Die Ablehnung einer Bewerbung beinhaltet keinerlei Aussage über die Qualifikation des Einzelnen. Jeder, der die Teilnahmekriterien erfüllt, wird bei der Platzvergabe qualitativ als gleichrangig angesehen. Ein Rechtsanspruch auf Teilnahme besteht nicht.

Deine  Bewerbung  nehmen wir bis 16. Januar 2018 entgegen. 

 

Talent School 2016

Ein Artikel des Juwi-Magazins

 

Forschung auf Probe: Smartwatch-App und Täterjagd

Wie entwickelt man eine Smartwatch-App? Und wie findet man den Mörder, wenn man nur ein Haar von
ihm hat? Das und mehr finden Schülerinnen und Schüler bei der Talent-School am Fraunhofer-Institutszentrum
Stuttgart heraus.